Sterbezahlen

Aktuelle Sterbezahlen und Vorjahre

Abb. 1: Sterbefälle pro Kalenderwoche, Quelle: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html

In Abb. 1 sind die Sterbefälle pro Kalenderwoche seit 2016 dargestellt. Zusätzlich ist der gemittelte Wert aus den Jahren 2016-2019 gestrichelt dargestellt. Seit KW 42 gibt es eine gewisse Übersterblichkeit im Vergleich mit den Vorjahren 2016-2019.

Abb. 2: „Delta-„Sterblichkeit 2020 im Vergleich zum Mittelwert aus 2016-2019

In Abb. 2 ist die „Delta-Sterblichkeit“ zwischen 2020 und 2021 und dem Mittelwert aus den Vorjahren 2016-2019 in Prozent dargestellt. Die „Lücke“ ergibt sich, weil das Jahr 2020 53 Kalenderwochen hatte, die Vorjahre jedoch nicht.

Abb. 3: Gesamtzahl der Verstorbenen der Jahre 2016 bis 2020.

In Abb. 3 ist die Gesamtzahl der Toten der letzten Jahre dargestellt.

Noch weiter zurück …

Wenn man noch weiter zurückblickt und die Sterbezahlen seit 2005 betrachtet (Daten von Statista.com), dann erkannt man einen Trend: es sterben jährlich mehr Leute – vermutlich aufgrund der Überalterung der Bevölkerung.

Auf Basis dieser Daten habe ich eine Vorhersage für 2020 durchgeführt mithilfe linearer Prädiktion. Es ergibt sich für 2020 eine Sterberate von etwa 970.000 (siehe Abbildung 4):

Abb. 4: Vorhersage für die Todeszahlen 2020 auf Basis linearer Prädiktion

Es ist richtig, dass im Jahr 2020 im Vergleich mit den Vorjahren mehr Menschen gestorben sind. Dies folgt aber nur dem Trend, der sich seit 2005 abzeichnet.

COVID-Tote und (Über)sterblichkeit?

Es bleibt noch die Frage, inwiefern die COVID19-Toten mit der (Über)sterblichkeit in 2020 zusammenhängen. Dazu soll es in Abb. 5 gemeinsam dargestellt werden:

Abb. 5: Delta-Verstorbene 2020 und COVID-Tote 2020 pro Kalenderwoche

Bei der gemeinsamen Darstellung dieser Werte ist es schwer von der Hand zu weisen, dass die (Über)sterblichkeit, die sich im Frühjahr und im Winter 2020 ergeben hat, mit den COVID-Toten zusammenhängt. Es kann allerdings aufgrund des Trends, dass jährlich mehr Leute sterben (siehe Abb. 4) nicht von einer Übersterblichkeit gesprochen werden.

Anderer Ansatz durch EuroMOMO

Einen anderen Ansatz der Berechnung und Darstellung einer Übersterblichkeit liefert EuroMOMO (externer Link). Dies ist ein Projekt zur Überwachung der Übersterblichkeit großer Teile Europas.

Abb. 6: Aktuelle Darstellung der Übersterblichkeit für Deutschland bei EuroMOMO

Eine Übersterblichkeit ergebt sich, wenn die Werte oberhalb von z=4 liegen (rot gestrichelte Linie).

Artikel zu der Thematik

Fragestellungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.